Tanz­the­ra­pie

Mit Nad­ja Orosz und Ute Höhler

„Ich tan­ze, also füh­le ich.“

Der Tanz ist eine der ältes­ten For­men des Selbst­aus­drucks. In allen Kul­tu­ren, in heu­ti­ger oder in ver­gan­ge­ner Zeit, haben die Men­schen ihre Gefüh­le durch Tanz aus­ge­drückt, in Ritua­len und Zere­mo­nien erleb­bar gemacht. In der Tanz­the­ra­pie wer­den die­se uralten Erfah­run­gen wie­der­be­lebt und zur Hei­lung angewandt.

Die Tanz­the­ra­pie ist ein erprob­tes psy­cho­the­ra­peu­ti­sches Ver­fah­ren auf der Kör­per­ebe­ne, das durch Tanz, Aus­druck und Bewe­gung die geis­ti­ge, see­li­sche und kör­per­li­che Ebe­ne des Men­schen mit ein­an­der ver­bin­det, för­dert und ent­wi­ckelt. Es wer­den im Kör­per­ge­dächt­nis ein­ge­spei­cher­te Erleb­nis­se erfahr­bar und bewusst gemacht. Damit ist es mög­lich, stö­ren­de Ver­hal­tens­wei­sen zu ändern und neu gewon­ne­ne Impul­se im All­tag zu inte­grie­ren. Wenn wir unse­re Gefüh­le im Tanz mit unse­rem Kör­per aus­drü­cken, wer­den wir ler­nen, Wut in Kraft, Angst in Ver­trau­en und Schmerz in Leben­dig­keit zu verwandeln.

Authen­ti­sche Bewegung

… ist eine Kör­per­ar­beit, bei der ohne Vor­ga­be von außen sich der Kör­per mit sei­nen ganz indi­vi­du­el­len Bewe­gun­gen, sei­ner per­sön­li­chen Tie­fe und Wahr­heit zeigt. Die­se Arbeit ist ein guter Weg, um Acht­sam­keit mit sich selbst zu üben, auf­tre­ten­de Gefüh­le wahr- und anzu­neh­men. Dies wird sicht­bar gemacht durch ein­fa­che bild­li­che Dar­stel­lung der wich­tigs­ten Kör­per­hal­tun­gen und dazu pas­sen­der Wor­te. Die eige­nen Fähig­kei­ten und Gaben kom­men dadurch deut­li­cher ins Bewusst­sein und dies führt zur Ver­bes­se­rung des Selbst­be­wusst­seins. Trotz schwie­ri­ger Erfah­run­gen in der Ver­gan­gen­heit und den aktu­el­len The­men der Gegen­wart fin­det dein Kör­per selbst den Weg in die Kraft und Lebendigkeit.